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letzte Änderung 7.5.2015

Der große sibirische Weg - Великий Сибирский Путь

Der Bau der Transsibirische Eisenbahn
in Ansichtskarten aus den frühen Jahren 1903 - 1906

(zusammengestellt von W. Weidner,
alle Abbildungen aus der Sammlung von G. Paulus)

 
1890 hat Zar Alexander II. entschieden, die Eisenbahn die bisher nur bis zum Ural reichte, durch Sibirien bis nach Wladiwostok weiter zu bauen. Der Bau der Transibirischen Eisenbahn in Sibirien durch die Steppe und Tundra, die Sümpfe und den Permafrostboden war eine riesige technische Herausforderung für Russland. Nach 25 Jahren Bauzeit war das Jahrhundertprojekt vollendet.
Zahllose Ansichtskarten wurden während der Bauphase produziert und aufgelegt. Die einzelnen Bauphasen von den Erdarbeiten bis zur Verlegung der Schwellen und Schienen wurden dokumentiert genauso wie das Gelände, die Landschaften entlang der Strecke und auch die Arbeiter und ihre Lebensumstände. Stolz wurden die fertigen Streckenabschnitte mit den Stationen, Brücken und Bauwerken gezeigt sowie Züge und Lokomotiven die bereits auf den Teilstrecken ihren Betrieb aufgenommen hatten.
Einer der größten Produzenten von Ansichtskarten war die Firma Scherer, Nabholz & Co. in Moskau, die bereits 1860 gegründet worden war. Diese Firma gab ab 1903 eine Postkartenserie der "Große sibirische Weg" heraus. Diese Serie umfaßt 45 Karten numeriert von Nr. 1-45, die einzelnen Karten erschienen in den Jahren von 1903-1906, einzelne Karten in unterschiedlichen Auflagen.
 
Die Rückseite dieser Postkartenserie mit dem Druckvermerk des Herausgebers, "Phototypie Scherer, Nabholz & Co, Moskau"
[gelaufen am 6.5.1909, abgestempelt mit Bahnpoststempel Irkutsk - 198 - Krasnojarsk]

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Bild 1: Мостъ черезъ р. Солдатку - Brücke über den Fluss Soldatka
Ansicht eines Güterzuges, der die Brücke über den Fluss Soldatka im westlichen Sibirien überquert.
Das Bild zeigt eine der typischen Brücken, die zur Überquerung kleinerer Flüsse und Ströme aus Holz gebaut wurden

Bild 2: Укладка пути. Разброска шпалъ - Verteilung der Schwellen zur Verlegung der Schienen
Unter dem wachsamen Auge eines Vorarbeiters zu Pferd verteilen Arbeiter die Schwellen zur Vorbereitung der Schienenverlegung.
Die Karte zeigt auch die schwere Arbeit der Bahnarbeiter in diesen Bauabschnitten

Bild 3: Мостъ черезъ р. Ушайку - Brücke über den Fluss Ushayka
Brücke über den Fluss Ushayka (Nebenfluss des Tom, mündet bei Tomsk). Erinnerungsfoto vermutlich nach der Inbetriebnahme der Brücke.
Stolz wird die Tragfähigkeit der Brücke mit einer schweren Güterzug-Lokomotive demonstriert

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Bild 4: Мостъ черезъ р. Томь - Brücke über den Fluss Tom
Die Brücken über die gewaltigen sibirischen Ströme sind ingenieurtechnische Meisterleistungen der damaligen Zeit in dem unwegsamen Gelände.
Hier die Ansicht der schönen Fachwerkträgerbrücke mit sechs Gitterträgern aus Stahl über den Fluss Tom, einem Nebenfluß des Ob

Bild 5: Мостъ черезъ р. Тяжинъ - Brücke über den Fluss Tyazhin
Die einfache Stahlbrücke überbrückt den schnell fließenden Fluss Tyazhin in der Nähe der gleichnamigen Stadt im Zentralen Sibirien [Gebiet Kemerowo]

Bild 6: Мостъ черезъ р. Яю - Brücke über den Fluss Yaya
Die Brücke über den Fluss Yaya [Gebiet Kemerowo] wird von einem schweren Güterzug mit zwei Lokomotiven überquert.

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Bild 7: Видъ поселка Тайга - Ansicht der Ortschaft "Taiga"
Taiga ist eine Station an der auf diesem Abschnitt im Januar 1898 eröffneten Transsibirischen Eisenbahn (Streckenkilometer 3565 ab Moskau).
Als die Eisenbahn gebaut wurde ist das Dorf Taiga schnell in der Größe gewachsen, insbesondere da hier nach Norden die Nebenlinie nach Tomsk abzweigt.
Die neuen Siedlungen der Bahnarbeiter bestanden meistens aus primitiven Erdhütten und einfachen Holzbaracken wie die Abbildung zeigt.

Bild 8: Каменная выемка на 644 верстѣ - Einschnitt am Posten "644 Werst"
Der Begriff "Posten Werst" wurde verwendet, um eine Position entlang der Bahnlinie festzulegen ["Kilometerstein", ein Werst = 1.066 Meter].
Die Entfernungen wurden in einer östlichen Richtung von Chelyabinsk gemessen. Die Abbildung zeigt,
wie Einschnitte in die Berge gegraben wurden und Schluchten befestigt und ausgebaut werden mußten

Bild 9: г. Красноярскъ - Krasnojarsk
Krasnojarsk war eine der größten Städte entlang der Eisenbahnlinie. Diese Ansicht zeigt den Marktplatz im Stadtzentrum.
Mit dem Bau der Transsibirischen Eisenbahn 1895, die Krasnojarsk mit dem Zentrum Russlands verband, erlebte die Stadt einen wirtschaftlichen Aufschwung.
Am 6. Dezember 1896 traf der erste Zug der Transsibirischen Eisenbahn in Krasnojarsk ein. 1899 wurde im Südwesten der Stadt die 1.000 m lange [Stahlgitter-] Eisenbahnbrücke
von Jewgeni Knorre und Lawrent Proskurjakow für die Transsibirische Eisenbahn über den Jenissei eröffnet und Krasnojarsk wurde zum größten Transportknoten Sibiriens

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Bild 10: Станція Обь - Die Bahnstation "Ob"
Die Bahnstation neben der Brücke über den Fluss Ob war ursprünglich für die Ansiedlung Nowonikolajewsk gegründet worden. Die Transsibirische Eisenbahn
sollte an der alten Stadt Kolywan den Fluss Ob überqueren, jedoch wurden die Pläne geändert, so dass die Brücke bei dem kleinen Dorf Kriwoschtschokowo errichtet wurde.
Da hierzu sehr viele Eisenbahnarbeiter notwendig waren, entstand schnell eine Siedlung an der Brücke. Das offizielle Gründungsdatum ist die
Grundsteinlegung der Brücke mit einem Gottesdienst am 20. Mai 1893. Im Frühjahr 1897 wurde die Brücke für den Verkehr geöffnet.
Im Dezember 1903 bekam Nowonikolajewsk den offiziellen Status als Stadt, 1925 wurde der Ort in Nowosibirsk umbenannt.
Hier präsentiert sich vermutlich das ganze Personal der Bahnstation stolz zum Erinnerungsfoto

Bild 11: (ohne Ortsangabe)
Diese Ansicht zeigt eine kleine Nebenlinie, die gebaut wurde um Sand heranzuschaffen.
Das Material für die Aufschüttung des Bahndammes mußte oft kilometerweit herangeschafft und transportiert werden

Bild 12: Желѣзная дорога по бер р. Кемчуга - Eisenbahn neben dem Fluss Kemtschug
Eine Ansicht des im Sommer recht seichten Flusses Kemtschug zwischen Atschinsk und Krasnojarsk im zentralen Sibirien. Der Oberlauf des Flusses kreuzt
die Transsibirische Eisenbahn und folgt seinem rechten (östlichen) Ufer bei den Stationen Kossatschi bis Kemtschug (etwa Streckenkilometer 3995-4004 ab Moskau)

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Bild 13: Ново-Николаевскій поселокъ - Die Ansiedlung Nowo-Nikolajewsk
Nowo-Nikolajewsk wurde zu Ehren von Zar Nikolaus so benannt. Infolge seiner Lage und Position, hier überquert die Eisenbahn den Fluss Ob,
ist es sehr schnell in der Größe gewachsen. Später umbenannt in Nowosibirsk, ist es die größte Stadt in Sibirien geworden

Bild 14: Бходъ на "Столбы" - Der Eingang zu den "Säulen"
In der Umgebung von Krasnojarsk liegt das berühmte Naturschutzgebiet "Stolby" ("Säulen"). Der Name kommt von den bis zu 100 Meter hohen Felssäulen

Bild 15: Тайга. Рѣка Кемчугъ - Taiga. Der Fluss Kemtschug
Eine Sommeransicht des Flusses Kemtschug in der Nähe vom Dorf Taiga. Diese Waldlandschaft ist typisch für das Zentrale Sibirien

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Bild 16: Тайга. Шалашъ чернорабочихъ - Taiga. Der Schutz von Arbeitern
Eine Ansicht von zwei Holzhauern und ihrer Laubhütte ["schalasch"], ein notdürftiger provisorischer Schutz wie er häufig von Waldarbeitern verwendet wurde

Bild 17: Станція Тайга - Station von Taiga
Taiga war eine bedeutende Station an der auf diesem Abschnitt im Januar 1898 eröffneten Transsibirischen Eisenbahn (Streckenkilometer 3565 ab Moskau).
Hier zweigt die zeitgleich eröffnete Zweigstrecke nach Tomsk ab. Diese Ansicht zeigt das Lokomotiv-Depot neben der Station

Bild 18: (keine Ortsangabe)
Eine Ansicht von einem kürzlich vollendeten Streckenabschnitt der auf einem Damm läuft und der durch das Terrassieren des Bodens sorgfältig abgestuft wurde

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Bild 19: Рѣчной быкъ мостъ черезъ р. Яю - Der Mittelpfeiler der Brücke über den Fluss Yaya
Der Mittelpfeiler der Doppel-Gitterstahlbrücke im Fluss Yaya im zentralen Sibirien. Diese Karte zeigt zwei Rangierlokomotiven, die einen Personenzug über die Brücke ziehen.
[Karte Nr. 6 zeigt die Brücke in ganzer Breite]

Bild 20: Каменная труба черезъ р. Тайменку - Doppel-Wasserdurchlaß aus Stein für den Fluss Taimenka
Viele sibirische Flüsse sind normalerweise ruhige Gewässer, aber in den wasserreichen Monaten nach der Schneeschmelze führen sie häufig Hochwasser
und überschwemmen die ganze Umgebung. Um das zu vermeiden, wurde der hier abgebildete doppelte Wasserdurchlaß unter der Bahnlinie eingebaut.
Die Taimenka ist der Quellfluß des Tabrat, einem Nebenfluß des Kasyr. Der Kasyr wiederum ist der 388 km lange Quellfluss der Tuba,
einem Nebenfluß des Jenissei in der Region Krasnojarsk

Bild 21: Переселенческій пунктъ бл. ст. Боготлъ - Ein Übergangslager von Übersiedlern in der Nähe der Station von Bogotol
Zum Ende des 19. Jahrhunderts sind viele Kolonisten freiwillig nach Sibirien abgewandert, um der Hungersnot im europäischen Russland zu entkommen,
und die Regierung hat das mit freien Zuteilungen von Land gefördert. Bis das Land zugeteilt worden war, haben die Übersiedler in vorläufigen Lagern gelebt
[Die Stadt Bogotol liegt in der Region Krasnojarsk, ab 1893 wurde einige Kilometer nördlich von ihr die Transsibirische Eisenbahn vorbeigeführt
und 1898 die Station Bogotol eröffnet (Streckenkilometer 3846 ab Moskau)]

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Bild 22: Ст. Обь Водоподъемное зданіе - Die Wasserpumpen an der Station Ob
Am Ufer des Ob wurde ein Gebäude für die Wasserpumpen errichtet. Das war erforderlich, um dem Hochwasser beizukommen, besonders im Frühjahr nach dem Abschmelzen des Wintereises

Bild 23: Мостъ черезъ р. Болшой Кемчугъ - Brücke über den "Großen Kemtschug"
Eine eingliedrige Stahlgitter-Trägerbrücke über den Großen Kemtschug in der Nähe von Achinsk [1895 Anschluss der Stadt Atschinsk an die Transsibirische Eisenbahn
(Streckenkilometer 3914). [Vom Ober- bis Mittellauf wird der rechte Nebenfluss des Tschulym in der Region Krasnojarsk auch Bolschoi Kemtschug - Großer Kemtschug - genannt.
Am Oberlauf des Flusses kreuzt die Transsibirische Eisenbahn und folgt seinem rechten Ufer von Station Kossatschi bis Kemtschug]

Bild 24: Каменоломня на р. Ушайкѣ - Steinbruch neben dem Fluss Ushaika
Dieser Steinbruch am Fluss Ushaika lieferte das begehrte Material für die Brücken-Baustellen entlang der Bahnstrecke

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Bild 25: Гремячій ключъ - Gremyachij Klyuch
Diese Karte hat keinen Hinweis auf die Transsibirische Eisenbahn bzw. auf den Standort der Aufnahme. Genannt wird nur der Name "Gremyachij Klyuch"
(einen solchen Ort gibt es zwar in der Region Moskau, der dürfte aber hier nicht gemeint sein)

Bild 26: Станцiя Ачинскъ - Station Atschinsk
Die Stadt Atschinsk liegt 163 km westlich der Provinzhauptstadt Krasnojarsk am rechten Ufer des Tschulym (Zentralsibirien), sie erhielt 1782 die Stadtrechte.
Mit dem Bau der Transsibirischen Eisenbahn und dem Anschluss der Stadt (Streckenkilometer 3914) im Jahre 1895 bekam Atschinsk schnell größere Bedeutung.
Hinter dem Stationsgebäude ist eine kleine Holzkirche zu sehen werden. Diese Kirchen wurden manchmal auf Kosten von lokalen Würdenträgern
für die Eisenbahnbauarbeiter gebaut und wurden auch nach Fertigstellung der Bahnlinie weiterhin genutzt

Bild 27: Сторожевой домъ на 643 вер. - Wachhaus bei "Werst 643"
In den frühen Tagen der Eisenbahn gab es keine Nachrichtenübermittlung, die Bahnstrecke wurde aber von Anfang an gut bewacht.
Entlang der Strecke gab es in regelmäßigen Abständen (etwa einer Meile) Wachposten und in Wachhäusern, wie hier beim "Werst 643"

Bild 28: Косульская тайга - Der Kosul Wald
Eine typische Ansicht des sibirischen Nadelwaldes in der Taiga

Bild 29: Обѣдъ рабочихъ - Mittagspause der Arbeiter
Die Bahnlinie wurde weitgehend durch menschenleere Gebiete gebaut. Die Bauarbeiter wurden von der Bahn versorgt und kampierten und lebten mangels
regulärer Unterkünfte oft direkt entlang der Strecke. Erst nach und nach wurden parallel zur Trasse Lager errichtet. Hier eine Arbeitergruppe bei der Mittagspause

Bild 30: Пожаръ тайги - Waldbrand
Während des kurzen sibirischen Sommers waren Waldbrände ein häufiges Ereignis

Bild 31: Деревянный мостъ Томской вѣ тыи - Eine Holzbrücke der Zweigbahn nach Tomsk
Die Großstadt Tomsk lag nicht an der Transsibirischen Hauptstrecke. Man mußte an der Bahnstation Taiga umsteigen und konnte Tomsk über
eine 82 Werst lange Nebenlinie erreichen. Die Karte zeigt einen Zug beim Überqueren einer kleinen Holzbrücke auf der Nebenlinie nach Tomsk

Bild 32: Укладка пути - Schienen verlegen
Eine Gruppe von Arbeitern beim Verlegen des Gleises und dem Einschlagen der Schwellennägel zum Befestigen der Schienen, überwacht durch einen Vorarbeiter zu Pferde

Bild 33: Станія Кемчугъ - Station von Kemtschug
An einigen der kleineren Stationen scheint es eine übliche Praxis für das Personal gewesen zu sein, in sauberen Uniformen für eine Fotographie zu posieren, so wie hier in Kemtschug

Bild 34: Зарубка шпалъ - Schrämen der Holzschwellen
Nachdem die Schwellen einzeln in der richtigen Entfernung voneinander verteilt worden waren, wurden in der nächsten Phase Schlitze ausgeschlagen [geschrämt]
für den richtigen Abstand und Halt der Schienen. In den waldreichen Gebieten Ostsibiriens war Schwellenholz reichlich vorhanden
im Gegensatz zur westsibirischen Steppe, wo jede Schwelle teilweise weit herangeschafft werden mußte

Bild 35: Видъ ст. Боготолъ - Ansicht der Station Bogotol
Eine blitzblank neue Lokomotive, ihren Tender hoch beladen mit Holz ist das Hauptmerkmal dieser Ansicht von der Station Bogotol im Zentralen Sibirien.
Im Hintergrund erkennt man das Steingebäude des Bahnhofes und den Wasserturm. Ab 1893 wurde einige Kilometer nördlich die Transsibirische Eisenbahn
vorbeigeführt und 1898 die Station Bogotol eröffnet. Die schnell wachsende Stationssiedlung verschmolz bald mit dem alten Dorf
und entwickelte sich zu einem wichtigen Eisenbahnkontenpunkt und Umschlagplatz.
Bogotol erhielt 1911 Stadtrecht und wurde 1925 Rajonsverwaltungszentrum innerhalb des damaligen Kreises Atschinsk, später innerhalb der Region Krasnojarsk

Bild 36: Станція Красноярскъ - Station von Krasnojarsk
Die Großstadt Krasnojarsk wurde mit einer umfangreichen steinernen Station ausgestattet.
Diese Ansicht zeigt einen Teil des Warenhofs mit seinen Stapeln von Holz, einem wichtigen sibirischen Export

Bild 37: Красноярскъ Театральная улица - Krasnojarsk. Die Theaterstraße
Eine Straßenszene im zentralen Krasnojarsk. Das staatliche Theater ist das Gebäude an der linken Seite

Bild 38: Долина р. Качи - Die Eisenbahnline im Tal der Katscha
Eine sommerliche Ansicht der Eisenbahnlinie in der Nähe des Flusses Katscha, einem kleinen Fluss im Gebiet Achinsk im Zentralen Sibirien.
Die Katscha mündet in Krasnojarsk in den Jenissei

Bild 39: Теска камней для Енисейскаго моста - Bearbeitung der Steine für die Jenissei-Brücke
Eine Brücke mit über einer halben Meile in der Länge mit acht Stahlgitterträgern war erforderlich, um den Jenissei bei Krasnojarsk zu überqueren.
Diese Ansicht zeigt, wie die Steinblöcke für die Brückenpfeiler direkt an der Anlegestelle des Jenissei zugehauen werden. Im Hintergrund die im Bau befindliche Brücke

Bild 40: Мостъ черезъ р. Косулъ - Brücke über den Fluss Kosul
Ein Güterzug fährt über die Brücke des Kosul in der Nähe von Mariinsk im Zentralen Sibirien. Bei etwas größeren Flüssen wurden bereits beim Bau der Strecke
für die Brückenpfeiler und -fundamente Steine verwendet und Stahlgitterbrücken gebaut.[Mariinsk ist eine bedeutende Station an der Transsibirischen Eisenbahn
(Streckenkilometer 3713 ab Moskau). Es ist der westlichste Bahnhof der regionalen Bahndirektion Krasnojarsker Eisenbahn]

Bild 41: Красноярскъ. Общій видъ - Krasnojarsk. Allgemeine Ansicht
Zentrale Ansicht der Stadt Krasnojarsk, rechts ein Teil des Marktplatzes

Bild 42: Работа Костыльщиковъ - "Schienennagel-Einschläger"
Wenn die Schienen auf den Schwellen lagen, kam die Arbeit der "Schwellennägeleinschläger", wie hier zu sehen ist.
Die richtige Positionierung der Schienen war sehr wichtig, um das 5-Fuß-Maß einzuhalten

Bild 43: Линія жел. дор. на 653-654 - Die Eisenbahnstrecke am "Werst 653-654"
Ansicht eines Teilabschnittes der Eisenbahnlinie in der typischen sibirischen Landschaft - Nadelwald und sumpfiges Gebiet westlich von Omsk.
Auf vielen Abschnitten mussten in Handarbeit erst Dämme wie hier abgebildet aufgeschüttet werden

Bild 44: Вѣтвь на Кемчугской Карьеръ - Nebenlinie zum Steinbruch von Kemtschug
Diese kurze Nebenlinie wurde zweifellos gebaut, um Baumaterial für die Eisenbahn in der Nähe vom Dorf Kemtschug heranzuschaffen

Bild 45: Укладка пути - Verlegung der Schienen
Fast das gleiche Bild wie Karte Nr. 42, aber ein Arbeitsschritt vorher: Das Verlegen der Schienen auf die Schwellen

Die hier gezeigten Postkarten der Serie der "Große sibirische Weg" sind überwiegend in der Region Krasnojarsk aufgenommen,
dazu zeigt diese Karte die ungefähre Lage in der Weite Sibiriens.



Fortsetzung demnächst mit Bahnpoststempeln und weiteren Ansichten von der Transsibirische Eisenbahn!







Quellen:

- Die Transsibirische Eisenbahn - die frühen Jahre 1900 - 1916 von Bodo Thöns 2004
- THE GREAT SIBERIAN WAY - An early Trans-Siberian postcard series von P.E. Robinson, 2002
- www.wikipedia.de diverse Beiträge