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Randnotizen

letzte Änderung 10.3.2013
Der Zerfall der UdSSR aus philatelistischer Sicht
von Werner Rollmann

Zu den Höhepunkten in der Philatelie gehören zweifelsohne Kriegszeiten, Zeiten der Inflation, aber auch solche nach der Auflösung von Staaten bzw. Staatengemeinschaften. Der Zerfall der Union der Sozialistischen Sowjetrepubliken in den Jahren nach 1990 ist ein derartiger und wird in vielen Beziehungen von einigen Philatelisten mit der Zeit des Bürgerkrieges verglichen. Obwohl 15 und mehr Jahre vergangen sind, fand dieser Fakt in der deutschen Fachliteratur bisher kaum Erwähnung. Im Folgenden sollen einige Anregungen dazu gegeben werden. Bevor auf philatelistische Belange näher eingegangen wird, scheint es erforderlich, einige politisch-territoriale Gegebenheiten darzustellen.

Politisch-territoriale Gegebenheiten
Die Unabhängigkeitsbestrebungen einzelner Republiken begannen im ersten Halbjahr 1990 mit den Souveränitätserklärungen der baltischen Republiken, ihnen folgten die asiatischen und kaukasischen.


Ehemalige Unionsrepubliken der UdSSR:

Litauen - Lietuva
Am 11.3.1990 erklärte sich Litauen für unabhängig. Mitglied des Weltpostvereins (UPU) wieder seit dem 10.1.1992.
Währung: Bis 30.9.1992 galt der sowjetische Rubel, es folgte als Übergangslösung der Telonas (1 Tal=100 Kopeken), bis am 26.8.1993 der Litas (1 L=100 Centy) eingeführt wurde. Am 7.10.1990 erfolgte die Herausgabe der ersten eigene Briefmarken. Sowjetische Wertzeichen waren noch bis zum 31.12.1991 gültig.







Lettland - Latvija
Am 21.8.1991 erklärte sich Lettland für unabhängig. Mitglied der UPU wieder seit dem 17.6.1992.
Währung: Vom 20.7.1992 bis 4.3.1993 galt der lettische Rubel (1 Rubel = 100 Kopeken). Am 5.3.1993 wurde als Landeswährung der Lats (1 L = 100 Santimi), 100 Santimi (S) = 200 Lett. Rubel. Die ersten lettischen Wertzeichen wurden am 19.10.1991 herausgegeben. Briefmarken der UdSSR waren noch bis zum 30.6.1992 gültig.






Estland - Eesti
Am 20.8.1991 verkündete Estland erneut seine Unabhängigkeit. Mitglied der UPU wieder seit dem 30.4.1992.
Währung: Ab 20.6.1992 wurde die alte Landeswährung 1 Kroon (Kr) = 100 Senti (S) wieder eingeführt. Am 1. Oktober 1991 erschienen erneut Marken mit der Staatsbezeichnung Eesti. Sowjetische Marken verloren am 31.12.1991 ihre Gültigkeit.




Republik Moldau - Moldova
Am 31.8.1989 beschloss der Oberste Sowjet der Moldauischen SSR (Parlament) die Wiedereinführung der lateinischen Schriftzeichen und erklärte rumänisch zur Staatssprache. Am 27.8.1991 erklärte sich die Republik Moldau als souveränen Staat. Mitglied der UPU seit dem 16.11.1992.
Währung: ab 2.8.1993: 1Kupon = 100 Kopeken und ab 29.11.1993 galt 1 Leu (L) = 100 Bani (B). Die ersten moldauischen Marken erschienen am 23.6.1991. Das Ende der Gültigkeitsdauer der sowjetischen Marken konnte noch nicht festgestellt werden.





Georgien - Gruzija/ ab 1994 Georgia
Am 9.4.1991 erklärte sich Georgien zu einen unabhängigen Staat. Mitglied der UPU seit dem 1.4.1993.
Währung: ab 3.8.1993: 1 Georgischer Kupon (Kup) =1 Rubel, ab 25.9.1995: 1 Lari (L) = 100 Tetri (T). Am 31.7.1993 erschienen wieder georgische Marken. Das Ende der Gültigkeitsdauer der sowjetischen Marken konnte noch nicht festgestellt werden.






Armenien - Armenia
Am 23.9.1991 erklärte sich Armenien zur unabhängigen Republik. Mitglied der UPU seit dem 14.9.1992.
Währung: ab 22.11.1993: 1 Dram = 100 Luma. Am 28.5.1992 erschienen wieder armenische Marken. Das Ende der Gültigkeitsdauer der sowjetischen Marken konnte noch nicht festgestellt werden.





Aserbaidschan - Azǝrbaycan
Am 20.11.1991 erklärte sich Aserbaidschan zur Republik. Mitglied der UPU seit dem 1.4.1993.
Währung: Ab 1992: 1 Manat (M) = 100 Gepik (G). Am 23.3.1993 erschienen wieder aserbaidschanische Marken. Das Ende der Gültigkeitsdauer der sowjetischen Marken konnte noch nicht festgestellt werden.



Kasachstan - КАЗАКСТАН/tlw. auch mit KAZAKSTAN
Am 30.8.1991 erklärte sich Kasachstan zur unabhängigen Republik. Mitglied der UPU seit dem 27.8.1992
Währung: Ab 15.11.1993: 1 Tenge (T) = 100 Tiin (Ti). Die erste eigene Marke Kasachstans wurde am 20.3.1992 herausgegeben. Das Ende der Gültigkeitsdauer der sowjetischen Marken konnte noch nicht festgestellt werden.




Kirgisien - КЫРГЫЗСТАН/KYRGYZSTAN
Am 31.8.1991 erklärte sich Kirgisien zur unabhängigen Republik. Mitlied der UPU seit dem 26.1.1993.
Währung: ab 10.5.1993: 1 Som (S) = 100 Tyin (T). Die erste kirgisische Marke erschien am 4.2.1992. Das Ende der Gültigkeitsdauer der sowjetischen Marken konnte noch nicht festgestellt werden.




Usbekistan - УЗБЕКИСТОН / ab 1.1.1998 O'ZBEKITON
Am 31.8.1991 erklärte sich Usbekistan zur unabhängigen Republik. Mitglied der UPU seit dem 24.2.1994.
Währung: Ab 22.11.1993 Sum-Kupon. Ab 1.7.1994: 1 Sum (S) = 100 Tejin (T). Die erste usbekische Marke erschien am 7.5.1992. Das Ende der Gültigkeitsdauer der sowjetischen Marken konnte noch nicht festgestellt werden.






Tadschikistan - ТОЧИКИСТОН
Am 9.9.1991 erklärte sich Tadschikistan zur unabhängigen Republik. Mitglied der UPU seit dem 9.6.1994.
Währung: Ab 10.5.1995 Tatschikistan-Rubel(TR) = 100 Tanga, ab 30.10.2000: 1 Somoni (S) = 100 Diram. Die erste tadschikische Marke erschien am 20.5.1992. Das Ende der Gültigkeitsdauer der sowjetischen Marken konnte noch nicht festgestellt werden.



Turkmenistan - Türkmenistan
Am 27.10.1991 erklärte sich Turkmenistan zur unabhängigen Republik. Mitglied der UPU seit dem 26.1.1993. Währung: Ab 1.11.1993 1 Turkmenistan-Manat (M) = 100 Tenge. Die erste turkmenische Marke erschien am 26.4.1992




Schließlich unterschrieben am 8.12.1991 die Präsidenten Russlands, der Ukraine und Weißrusslands das "Abkommen über die Schaffung der Gemeinschaft Unabhängiger Staaten (GUS)" und erklärten die UdSSR als Subjekt des internationalen Rechts für beendet.


Weißrussland - Belarus
Mitglied der UPU seit dem 13.5.1947. Als selbstständiges Mitglied der UNO war Weißrussland auch während Sowjetzeiten selbstständiges Mitglied der UPU.
Währung: ab 1.6.1994 Belarus-Rubel (Saitschiki-Kupons - R), ab 20.8.1994: 1 (neuer) Belarus-Rubel (R) bei einem Umtauschverhältnis von 10:1, erneute Abwertung des Belarus-Rubel 1000:1. Die erste weißrussische Marke erschien am 20.3.1992. Gedenkausgaben der Sowjetunion hatten bis zum 1.8.192 und Dauerserien bis zum 25.1.1993 Frankaturkraft.






Ukraine - Украïна
Mitglied der UPU seit dem 13.5.1947. Als selbstständiges Mitglied der UNO war die Ukraine auch während Sowjetzeiten selbstständiges Mitglied der UPU.
Währung: ab 1.1.1992: 1 Karbowanez (Rubel)(Karb) = 100 Kopeken, ab 13.11.1992: 1 ukrainischer Karbowanez (Karb) = 100 Kopeken und ab 2.8.1996: 1 Hriwna (G) = 100 Kopeken (K). Am 1.3.1992 erschienen wieder ukrainische Marken. Alle verausgabten sowjetischen Wertzeichen (außer MiNr. 75-82) verloren Ende 1993 ihre Gültigkeit.





Russland - РОССИЯ
Mitglied der UPU seit dem 1.7.1875. Die Russische Föderation besteht aus 87 gleichberechtigten Mitgliedern: 21 Republiken, 6 Kreise (край), 8 nationale Regionen (округ), 50 Gebiete, davon 1 autonomes (область) und 2 Stadt-"Staaten" mit föderaler Unterordnung.
Währung: Rubel mit mehreren Abwertungen. Erste Ausgabe mit der Bezeichnung РОССИЯ erschien am 10.1.1992. Am 1.10.1992 verloren mit Ausnahme der nach dem 10.8.1976 verausgabten Freimarken alle Ausgaben der Sowjetunion ihre Frankaturgültigkeit.



Ehemalige Autonome Sowjetrepubliken, außerhalb der RSFSR
Autonome Republiken der RSFSR siehe unter Lokalausgaben der Russischen Föderation.

Abchasien - АПСНЫ,
während der Sowjetunion
- Autonome Republik der Georgischen Sowjetrepublik.

Am 23.7.1992 erklärte sich Abchasien für selbstständig, wurde jedoch im Unterschied zu den o.g. Unionsrepubliken weder international noch von Georgien anerkannt.

Währung: Rubel. Die ersten Marken waren am 25.6.1993 druckfertig, gelangten jedoch gemeinsam mit der 2. und 3 Serie erst am 20.9.1993 an die Schalter. Da Abchasien international nicht anerkannt wurde, folglich auch nicht Mitglied der UPU ist, gelten diese Marken nur im Inland und teilweise in der GUS.



Adscharien
Während der Sowjetunion - Autonome Republik der Georgischen Sowjetrepublik, ist weiterhin Bestandteil der Georgischen Republik.



Südossetien/REPUBLIK OF SOUTH OSSETIA,
РЕСПУБУЛИКÆ ХУАССАР ИРЫСТОН
während der Sowjetunion - Autonomes Gebiet der Georgischen Sowjetrepublik.

Am 10.11.1989 beschloss der Oberste Sowjet des Autonomen Südossetischen Gebietes die Gründung der selbstständigen Republik Südossetien, deren Anerkennung von der Republik Georgien verweigert wurde. Südossetien wurde international nur von Russland und 2008 von Nicaragua anerkannt. In wieweit die bekannt geworden Briefmarken im Auftrag der südossetischen Postverwaltung oder aus spekulativen Erwägungen von ausländischen Unternehmungen hergestellt wurden, ist z.Z. nicht nachvollziehbar.

Nach Informationen in der russischen Zeitschrift Filatelija 8/2012 wird vom Verfasser W. Rollmann folgender Nachtrag gebracht (aus Heft 2/2012 Berliner Sammlerfreunde):
"Die Republik Südossetien wurde von weiteren Länder (ohne Nennung der Namen) anerkannt. Nach dem Abschluss eines Abkommens zwischen der Russischen Föderation und der Republik Südossetionen (RSO) begann der Postverkehr wieder zu funktionieren. Zum Einsatz kommen die Briefmarken der RF, die bisherigen Marken der RSO sind ungültig und können nur noch als Vignetten verwendet werden. Ein einfacher Brief ist mit 20 Rubeln frei zu machen. Die gesamte Korrespondenz wird im Transit über Nordossetien abgeleitet."



Nachitschewan
während der Sowjetunion - Autonome Republik Aserbaidschans
Danach keine eigenständige Republik, gaben jedoch am 17.2.1993 zwei Werte und einen Block zu je 5 Manat heraus. Das gleiche Klischee erschien in Aserbaidschan (MiNr. 106) jedoch mit dem Wert von 25 Manat. Weitere Ausgaben konnten bisher nicht ermittelt werden.



Sich für selbstständig erklärte Gebiete

Pridnestrien - Нистрянэ

Am 2.9.1990 riefen die politischen Kräfte östlich des Dnestr die Pridnestrovskaja Moldavskaja Respublika aus. Sie fand jedoch international keine Anerkennung. Am 19.6.1992 versuchte die Republik Moldau ergebnislos das Gebiet zurückzuerobern. Die erste Marke Prinestrien, die das Staatswappen zum Inhalt hatte, erschien am 31.12.1993 und war nur auf deren Territorium gültig. Die abgebildete Marke erschien am 16.7.1994 und gehört zu der Serie "Rotes Buch der PMR". Analog denen von Abchasien gelten diese Marken nur im Inland und teilweise in der GUS.





Berg-Karabach - Nagorne-Karabakh

In dem in Aserbaidschan liegendem von Armeniern besiedeltem Gebiet - Nagorni-Karabach - gelten armenische Postbestimmungen. Seit 1993 Herausgabe eigener Marken mit der Bezeichnung "Republic of Nagorno Karabaki".
Währung: siehe Armenien. Der gesamte Postverkehr mit diesen Regionalausgaben wird über Armenien abgewickelt. Von einigen der hier genannten Republiken/Gebiete sind in der russischen Zeitschrift ФИЛАТЕЛИЯ nur Angaben über die ersten Ausgaben enthalten, danach wurde die Publikation eingestellt. Bis ca. 2000 veröffentlichte diese Zeitschrift detaillierte Angaben über die in den GUS-Staaten herausgegeben Marken, einschließlich farbige Abbildungen. Danach gibt es nur noch allgemeine Informationen im Rahmen der Zusammenstellungen "an den Postschaltern der Welt", über die in den anerkannten Ländern herausgegebenen Marken.



Mit dieser kurzen Übersicht soll der Ausflug in die politisch-territoriale Gegebenheiten abgeschlossen werden.


Postalisch-philatelistische Gegebenheiten


Die erste Hälfte der 90iger Jahre des vorigen Jahrhunderts ist durch den oben dargestellten Verfall der UdSSR und der Inflation in den meisten Republiken gekennzeichnet. Aus postalischer Sicht führte dies zu einem Ausfall in der kontinuierlichen Bereitstellung von Postwertzeichen und der ständigen Erhöhung der Tarife für die einzelnen Sendungsarten. Bevor auf die konkreten Folgen näher eingegangen wird, sei auf eine grundsätzliche Festlegung hingewiesen. Im Artikel 10 des Weltpostvertrages (Washington 1989) ist festgelegt, nur Postverwaltungen geben Postwertzeichen heraus, die für die Bezahlung vorgesehen sind. Ende der 90iger Jahre wurde dieser Artikel unter Berücksichtigung der weiterer Privatisierung der Post präzisiert, hat jedoch für den hier behandelten Zeitraum keine Bedeutung.
Mit der Bildung der neuen Republiken entstand schlagartig der Bedarf neuer Postwertzeichen. Keine dieser Postverwaltungen war darauf vorbereitet. Es mussten Sujets ausgewählt, Graphiker gesucht und Probedrucke hergestellt werden. All dies war nicht in einigen Monaten zu bewältigen. Besonders den absolut neu gegründeten Verwaltungen bereitete es große Schwierigkeiten, Über die Folgen, insbesondere über den Einstieg internationaler Agenturen, soll später berichtet werden. Um den Versand von Postsendungen aufrecht zu erhalten, wurden in den ersten Zeiträumen die noch vorhandenen Postwertzeichen verwendet.
Wie bisher bildeten die Briefmarken und die Ganzsachen die Grundlage für den postalischen Verkehr. An dieser Stelle sei bereits erwähnt, dass sich alle weiteren Darlegungen nur auf den Teil Briefmarken beziehen. Die Darstellung der Ganzsachen ist ein weites Gebiet und muss einer getrennten Darstellung vorbehalten werden. Wenn in den ersten Monaten die sowjetischen Wertzeichen direkt verwendet wurden, so erschienen diese jedoch -in den einzelnen Republiken unterschiedlich- bald mit entsprechenden Überdrucken. Im folgendem werden die sowjetischen Marken mit Überdruck dargestellt, die von den jeweiligen Postverwaltungen für den nationalen und internationalen Verkehr herausgegeben wurden.



Sowjetische Marken mit Überdruck in den neuen Republiken


Lettland: Aufdruck "Latvija + neuer Nennwert" auf den sowjetischen Freimarken MiNr. 4632, 6177 und 6178. Siehe Michel-Europakatalog Nr. 3: 313-316 und 335-339.

Republik Moldau: Aufdruck "Moldova + neuer Nennwert" auf den sowjetischen Freimarken MiNr. 4629-32. Siehe Michel-Europakatalog Nr. 7: 22-25, 31-35 und 98-100

Kasachstan: Aufdruck "КАЗАКСТАН und neuer Nennwert" (waagerecht, senkrecht, schräg) auf den sowjetischen Marken MiNr. 4633, 4635, 6025-26, 6177, 6179-80, wobei bei 6170-80 der Aufdruck alternierend mit kyrillischen/lateinischen Buchstaben gedruckt wurde. Siehe Michelkatalog Mittel-Ostasien, Kasachstan Nr. 1-6, 8-10, 13, 14, 15-16 und 23-24. Die Nr. 8-10 tragen zusätzlich ein Weltraummotiv.

Kirgisien: Aufdruck "КЫРГЫЗСТАН und neuer Nennwert" auf den sowjetischen Marken MiNr. 4632, 6025 und 6177. Siehe Michelkatalog Mittel-Ostasien, Kirgisien Nr. 13-15 und 16-17.

Usbekistan: Aufdruck "УЗБЕКИСТОН und neuer Nennwert" auf den sowjetischen Marken MiNr. 4629-4633, 6025-6030 und 6177. Siehe Michelkatalog Mittel-Ostasien, Usbekistan Nr. 15-30 und 34.

Tadschikistan: Aufdruck "ТОЧИКИСТОН und neuer Nennwert" auf den sowjetischen Marken MiNr. 4631, 6025 und 6117. Siehe Michelkatalog Mittel-Ostasien, Tadschikistan Nr. 9-10, 11-12 und 32-33.


In allen anderen Republiken sind im Republikmaßstab keine sowjetischen Marken mit Überdruck eingesetzt worden.

Bis hierher sind zum einen politisch-territoriale Gegebenheiten aus dem Zerfall der UdSSR und zum anderen einige allgemeine postalisch-philatelistische Gegebenheiten dargestellt worden. All dies bezog sich insbesondere auf die neuen selbstständigen Republiken und hier auf die Verwendung von Marken der ehemaligen UdSSR. An dieser Stelle soll noch einmal betont werden, aus den unterschiedlichsten Gründen wird auf die Darstellung der Probleme bei Ganzsachen und der Republik Ukraine verzichtet. Alle weiteren Darlegungen beziehen sich ausschließlich auf die

Russische Föderation.

Um alle weiteren konkreten Fakten einordnen zu können, ist die Kenntnis der Tarifgestaltung der wichtigsten Sendungsarten in den Jahren 1990-1997 Voraussetzung.


Postalische Gebühren der UdSSR, Russischen Föderation 1990-1997 (für die Bevölkerung, Sendungen bis 20g):
Nr. des Tarifs Datum Postkarte einfach Postkarte eingeschrieben Brief einfach Brief eingeschrieben Banderole einfach Banderole eingeschrieben
 ab 01.11.904 K10 K5 K10 K10 K15 K
 ab 22.03.915 K12 K7 K13 K15 K20 K
Iab 01.01.9215 K35 K20 K40 K50 K60 K
IIab 01.02.9220 K55 K30 K60 K70 K90 K
IIIab 10.06.9250 K1,40 R80 K1,50 R1,80 R2,25 R
IVab 10.12.921 R2 R1,50 R2 R2,70 R3,40 R
Vab 26.04.934 R6 R6 R8 R9 R12 R
VIab 02.08.9310 R15 R15 R20 R22 R30 R
VIIab 10.01.9440 R50 R50 R75 R30 R100 R
VIIIab 01.07.94100 R125 R125 R190 R200 R250 R
IXab 20.12.94200 R250 R250 R380 R400 R500 R
Xab 15.05.95300 R500 R500 R750 R800 R1000 R
XIab 01.11.95500 R750 R750 R1100 R1200 R1500 R
XIIab 30.03.96600 R900 R850 R1250 R1400 R1700 R
XIIIab 05.11.96650 R1000 R950 R1300 R1500 R1900 R
XIVab 10.11.97750 R1000 R1000 R1500 R1750 R2000 R
(ein Nachtrag zu der Tabelle am Ende dieser Seite unter Punkt "Ergänzungen")

Weitere Tarife insbesondere für Auslandssendungen siehe Michelkatalog Sowjetunion-Spezial 2007, S.992ff. (L.2). Am 1.1.1998 erfolgte die Abwertung des Rubels 1000 R = 1 R.

Abb.1 zeigt einen Brief nach Deutschland vom 16.11.1993 mit der exakten Frankatur 140 R. - davon 80 R Auslandsporto + 60 R. Einschreibgebühr.


Neben den staatlich festgelegten Tarifen waren weitere staatliche Reglungen und die tatsächlichen Gegebenheiten vor Ort von Bedeutung. Die Zuständigkeit für die Herausgabe von Postwertzeichen Russlands wurde dem Ministerium für Post- und Fernmeldewesen übertragen. Dazu erließ der Minister die "Verfügung über die staatlichen Wertzeichen für Postgebühren und spezielle Poststempel der Russischen Föderation". Von den russischen Philatelisten wurde dazu kritisch angemerkt: Eine Verfügung ist kein Gesetz und kann somit wesentlich leichter den Bedürfnissen des Ministeriums angepasst werden. Die Verantwortung für die Herausgabe von Postwertzeichen lag ausschließlich beim "Herausgabezentrum Marka", einer Struktureinheit der Föderativen Verwaltung für Postwesen beim Ministerium für Post- und Fernmeldewesen.
Einige Bemerkungen zu den tatsächlichen Gegebenheiten vor Ort. Für alle weiteren Darlegungen bilden die Dauerserien die Grundlage. Die in den letzten Jahren der Sowjetunion und in der Russischen Föderation erschienen Sonderausgaben hatten im Verhältnis zu den Dauerserien nur kleine Auflagen und standen den Postämtern kaum zur Verfügung. Die aus der letzten sowjetischen Tariferhöhung (22.3.1991) erforderlichen Werte wurden mit der Ausgabe der Dauerserie vom 13.3./18.3. 1991 (MiNr. 6177/80) bereit gestellt. Die Nominalen der von der Post der Russischen Föderation (RF) in den ersten Jahren herausgegebenen Marken stimmten in vielen Fällen nicht mit den geforderten Tarifen (s. Tabelle) überein. Einige Beispiele sollen dies verdeutlichen. Der 60-Kopekenwert MiNr. 232w vom 10.7.1992 war bis zum 9.6.92 für Einschreibbriefe vorgesehen, aber die Gebühr für einen derartigen Brief betrug am Tage des Erscheinens bereits 1,50 Rub. Der ab 10.6.92 notwendige 80 K-Wert für einen normalen Brief fehlte ganz. Die am 10.9.92 erschienen 10 und 25 Kop. waren längst überholt; auch ins Ausland lagen alle Tarife im Rubelbereich und hatten keine Stückelung zu 25 Kop. Am 30.4.1997 erschienen Werte zu 100, 150, 250, 300, 2000, 3000 und 5000 Rubel, aber der Tarif für Postkarten und Briefe war bereits 650 bzw. 850 Rubel. Fazit - die gängigen Wertstufen fehlten. An dieser Stelle sei noch angemerkt, dass Informationen über die Verteilung der Marken zu den Postämtern in der Föderation dem Autor nicht zur Verfügung standen.
Bei dieser Ausgabenpolitik, der sich ständig erhöhenden Tarife und der Weite des Landes, ist es vollkommen verständlich, dass in den einzelnen Postämtern die Vorräte an gültigen Postwertzeichen sehr schnell zu Ende waren und Eigeninitiative entwickelt werden musste.

Lokalausgaben

Dem Defizit an Postwertzeichen entgegnete man entsprechend den örtlichen Möglichkeiten auf unterschiedliche Art und Weise. Eine im breitem Maßstab genutzte Form war die Verwendung von Frankatiermaschinen.
Abb. 2
Abb. 3
Die vorhandene Ganzsache von 7 Kopeken wurde z.B. mit der Zusatzfrankatur von 593 K. versehen und für 6 Rubel verkauft. Sie waren gültig für die Tarifnummer V (26.4.93-1.8.93). In der folgenden Tarifnummer VI waren für einen normalen Brief bereits 15 R. festgelegt. Für die Erhöhung von 9 R. standen keine Marken zur Verfügung. Da der Brief in Abb. 2 am 5.10.93 versand wurde, entschied sich der Absender für eine Zusatzfrankatur von 10 R. Wurde bei der Tarifnummer V der ursprüngliche Wert der Ganzsache in die Zusatzfrankatur mit einbezogen, so wurde bei der Stufe VI der neue Wert in die Frankatiermaschine eingegeben (Abb. 3).
Die Abbildungen 4 und 5 zeigen zwei Briefumschläge ohne Wertzeicheneindruck. (Im Inland mussten Vordruckumschläge wegen der Nutzung der typisierten Postleitzahlen benutzt werden.) Der in Abb.4 gezeigte Umschlag wurde mit dem vor dem Verkauf von der Frankatiermaschine eingedruckten Wert "15 Rubel" in den Handel gebracht und vom Absender so der Post übergeben. Abb. 5 zeigt eine andere Art der Freimachung. In verschiedenen Orten wurde die Freimachung auf getrennten Bogen gedruckt und bei der Übergabe in der Post aufgeklebt. Leider ist unter "РОССИЯ" der Ausgabeort nicht zu erkennen. Siehe hierzu auch weiter unten.
Abb. 4
Abb. 5
Die zweite Möglichkeit war insbesondere in den frühen Jahren der Aufdruck von Ortsangaben/Symbolen und des neuen Wertes auf vorhandene Marken. Von den Dauerserien wurden dafür benutzt die sowjetischen Marken: MiNr. 4629-4737w, 4632v, 4634v, 4635v, 4749, 5328, 5428A, 5894, 5895, 5897, 6025-30, 6032-34, 6177 Aw +Bw, 6178 AW+CW, 6179Av+Aw, 6180 Av+Aw und die russischen Marken: alle mit normalen Papier, 225, 226, 231, 251, 261, 262, 267IA, 268 IA+IIC. (Dabei können einige auch nur in der Ukraine genutzt worden sein.) Als Beispiel sind in Abbildung Nr. 6a/6b Marken aus Sankt Peterburg abgebildet.
Abb. 6a
Abb. 6b
Die Marken mit dem Aufdruck "+16" bzw. "+18" dienten als Zusatzfrankatur für Ganzsachen mit 7 oder 5 Kop. Grundbetrag als Porto für einfache Briefe, Tarif ab 1.2.92: 30K. Der Wert 353 Kop. ist der Ergänzungsbetrag für einfache Auslandsbriefe ab 18.2.92: 3,60 R. Die 400 Kop. waren für Luftpostbriefe ins Ausland vorgesehen. Die Werte 200 und 500 Kop. sind Ergänzungswerte. Alle diese Marken wurden von der staatlichen Leningrader Postverwaltung herausgegeben. (Siehe auch weiter unten - Sankt Peterburg.)
Über die Herausgabe dieser Marken - echt oder ungesetzlich - tobte in Russland ein heftiger Streit. Ausgangspunkt war zum einen der Mangel an Wertzeichen zur Freimachung von postalischer Sendungen, neben den oben dargelegten Möglichkeiten des Einsatzes von Freimachungsmaschinen, und zum anderen der Beschlusses des Postministers Nr. 188 vom 18. Mai 1992. Darin heißt es "die Ausgaben von Sankt-Peterburg und ihnen ähnliche Produkte …sind ungesetzlich". Wie bereits oben dargestellt lag die Verantwortung im Ministerium bei der Herausgabestelle "Marka". Deren Chefredakteur erklärte Anfang 1992: "Wir kennen die Lage vor Ort sehr gut und wissen, dass viele Postämter ‚hungrig' nach unseren Produkten sind" (Lit. 5). Die Gesetze genau kennend wanden sich die Petersburger Postler an das Ministerium für Post- und Fernmeldewesen in Moskau. Nach Worten der Peterburger wurde im Ministerium die Idee der Herausgabe von Lokalausgaben nicht abgelehnt, aber eine schriftliche Bestätigung erfolgte nicht. In Abb. 7 ist ein Einschreibbrief mit der Aufdruckmarke 200 dargestellt, der rückseitig den Moskauer Ankunftsstempel vom 26.11.92 trägt. Er wurde ohne Beanstandung, also nach dem Ministererlass vom 18.5. zugestellt.
Abb.7


Um Klarheit über die Aufnahme von derartigen Ausgaben in Exponate für philatelistische Ausstellungen zu bekommen, wanden sich viele Philatelisten an den russischen Philatelistenverband mit der Bitte, klare Festlegungen in dieser Frage zu treffen. Der Vorsitzende der Juroren im russischen Philatelistenverbandes stellte sich vollinhaltlich hinter den Beschluss des Ministeriums und erniedrigte sich nicht, diese Ausgaben mit den Etiketten von Streichholzschachteln zu vergleichen (Lit. 6).
Während der Diskussion kam auch die Meinung auf, alle gelaufenen Marken sind "echt". Mit der Broschüre "Lokalausgaben der Russischen Föderation, der GUS-Länder und der baltischen Staaten 1991-1995" (Lit. 3) versuchte J. Obuchow 2007 mehr Klarheit über die Behelfausgaben der 90iger Jahre zu schaffen.
In dieser Broschüre werden als "Postalische Ausgaben" neben den oben genannten Peterburger/Leningrader Marken, andere Überdruckmarken und handschriftlich berichtigte Marken aufgenommen, sofern sie am Schalter verkauft wurden und den Tagesstempel des jeweiligen Gebietes tragen.

Gebiet des Altai (Алтайский край)
1. Ausgabe, 19. April 1993, dreizeiliger Aufdruck, Typ I "Барнаул/1993/1р.43к." auf MiNr. 6025, 6177Aw + Bw, 6028 und 6029; Typ II "Алтай/почта/1р.45к." auf den gleichen MiNr. wie Typ I. Typ I und II wurden auf einem Bogen in schachbrettförmiger Anordnung gedruckt.
Abb.8


2. Ausgabe (Abb. 8), 3. Juni 1993, acht Werte mit dreizeiligem Aufdruck "Алтайский/край/...руб.", 6 Rubel auf MiNr. SU 6028, RF 231w und 267 IA, 8 Rubel auf SU 6032 und RF 226w, 15 Rubel auf SU 6177 Aw+Bw und 6032. Der Druck beider Serien erfolgte auf Beschluss des staatlichen Unternehmens von Altai "Swjasinform".
Es wurde eine 3. Ausgabe von 14 Werten mit dem dreizeiligen Aufdruck "Республика/Алтай/...руб." in Auftrag gegeben. Sie wurde jedoch auf Grund des Beschlusses des Föderalen Postministeriums (s.o.) offiziell nicht ausgeliefert.
Abb.9

Der in Abb. 9 dargestellte Brief ist damit in die Gruppe der Fälschungen einzuordnen.

Bugulma (Бугуьлма)
1993 handschriftliche Aufwertung sowjetischer Dauerserien im Verhältnis 100:1, aufgetragen wurde "р" oder "руб" mit blauem oder violetten Kugelschreiber und der Abschlag muss im Januar 1993 mit dem Stempel von Bugulma erfolgt sein.

Wolgograder Gebiet, Leningrader Bezirk (Волгоградсккая область, Ленинский район)
März/April 1994, manueller Aufdruck der neuen Werte (violetter Buchdruck) 10 R, 15 R, 40 R auf MiNr. 226 und 262 sowie 50 R auf MiNr. 261 der RF.

Woronesh, (Воронеж) Dezember 1993, für die Tarifnummer IV, aufklebbare Quittungsabschnitte, 9.00 für Umschläge mit 6 R, 14.00 und 14.20 für Umschläge mit 80 Kop., 15.00 für sowjetische Umschläge mit 7 bzw. 5Kop. Da die Quittungsabschnitte bereits vor der Auflieferung aufgeklebt wurden, kann es zu unterschiedlichen Datumsangaben kommen.

Shelesnowodsk,(Железноводск)
April 1994 bis 1995 im Buchdruckverfahren hergestellte Aufkleber in Form von Briefmarken mit vierzeiligen Text "РОССИЯ/…/ РУБ./ПОЧТА", zu den Werten 50, 100 und 125 als Überdruck von 50 Rubel. Näheres siehe Lit.: 3, S17/18.

Kurgan u. Kurganer Gebiet (Курган, Курганская область)
1994, im Postverkehr wurden vier verschiedene Behelfsmarken (Surrogate) eingesetzt, drei davon in Kurgan und eine im Kurganer Gebiet.
Abb. 10

Die Typen II und III unterscheiden sich in der Größe des Sterns (II kleiner III). Sie wurden ungezähnt auf weißem Papier mit Frankatiermaschinen hergestellt.
Typ I: 20, 25, 50, 75, 100, 125, 150, 200, 250, 500 Rubel
Typ II: 4, 10, 15, 35,.40, 50, 75, 100, 125, 200, 250, 500 Rubel
Typ III: 25, 50, 100, 200 Rubel
Typ IV: 100, 125, 200, 250 Rubel.

Nishnewartowsk (Нижневартовск)
26. Oktober 1994, im Auftrag der Bezirksverwaltung für Post- und Fernmeldewesen im Buchdruck hergestellte zweizeilige schwarze Aufdrucke "Н-вартовск/…𚥛б". 75 R auf MiNr. 6025, 6177Bw, 4631, 6026, 4632v, 100 R und 150 R jeweils auf MiNr: 6025, 6177Bw, 4631, 6026, 4632v+w.
Der größte Teil der Auflagen wurde von Betrieben und Organisationen aus Nishnewartowsk gekauft (Militärverwaltung, Gericht u.a.) und im Ortsverkehr verwendet. Siehe auch (Lit.7, S 46).

Nowoschachtinski (Primorsker Gebiet) Новошахтинский (приморский край)
1993-1994. Der Text "ОПЛАЧЕНО ПО ТАРИФАМ" (Gebühr bezahlt) wurde auf Streifen des Fernschreibers hergestellt, auf den Brief aufgeklebt und mit dem Tagesstempel versehen. Werte wurden nicht angegeben.

Nolinsk und Nolinsker Bezirk (Kirower Gebiet), (Нолинск и нолинский район (Кировская обл.))
Februar 1993 (oder früher), schwarzer Aufdruck der Buchstaben "руб", der das Verhältnis 100:1 bestätigt. Bisher bekannt 1 руб. auf MiNr. 6025 (1 Kop.) mit Stempel des Nolinsker Bezirks.

Orjol (Орёл)
März 1992. Handschriftliche Erhöhungen auf sowjetischen Marken im Verhältnis 2:1 bei der Einlieferung am Schalter. Über den späteren Einsatz von Stempeln mit der Inschrift "ОПЛАЧЕНО ПО ТАРИФАМ" (Gebühr bezahlt) siehe (Lit. 8 S. 11-13).

Pskow (Псков)
1992-93. Die Ausgaben von Pskow sind für Philatelisten nicht uninteressant, entstanden sie doch als Gemeinschaftsprodukt der Pskower Post und dem dortigen Philatelisten.
Abb. 11

Der Druck der ungezähnten und ungummierten Marken erfolgte mit postalischen Frankiermaschinen in 100-Streifen auf weißem Papier. Die Auflagenhöhe wurde durch den Bedarf am Schalter bestimmt, der auch Forderungen der Betriebe beinhaltete. Die erste Ausgabe erschien am 5. Mai 1992 nach Abb. 11 (linke Marke ohne Überdruck) mit schwarzer Druckfarbe in acht Wertstufen (10-200 Kop.), die zweite Ausgabe am 20. Mai 1992 nach Abb. 11 mit blauer Druckfarbe (änderte sich teilweise in violett) in 18 Wertstufen (3-900 Kop.), die dritte Ausgabe erschien von Januar bis Mai 1993 ebenfalls nach Abb. 11 aber in braunroter Farbe in elf Wertstufen (50-800 Kop.). Vierte Ausgabe - 25. August bis 25. Oktober 1993 nach Abb. 11 mittlere Marke, hier wurde das Wort Kop. durch Rub. ersetzt und CCCP ersatzlos gestrichen. Sie umfasste 22 Wertstufen (1-120 Rub.) und erschien in roter Druckfarbe. Die fünfte Ausgabe nach Abb. 12 erschien von Oktober 1993-95, mit 44 Wertstufen (1-700 Rub.). Die rot gedruckten Werte sind noch Aufkleber, die jedoch mehr und mehr durch Aufdrucke ersetzt wurden.
Abb. 12

Die insgesamt 103 Wertstufen, die nicht im vollen Umfang den Bedarf am Schalter widerspiegeln, ist dem Einfluss der Philatelisten geschuldet, denen auch die Restbestände der einzelnen Auflagen verkauft wurden. (Lit.9, S. 3-4).

Pjatigorsk (Пятигорск)
April 1992, Gummistempel mit dreizeiligen Aufdruck "ПОЧТА/23коп/РОССИЯ" bzw. "ПОЧТА/25коп/РОССИЯ" auf hellbraunen, gummierten Papierstreifen. Nur gültig mit Ortsstempel von Pjatigorsk.

Sankt-Peterburg, (Санкт-Петербург)
Ergänzung zu dem oben dargelegten. Ausgabe: März 1992 mit "СПб+16" und "СПб+18" auf MiNr. 6178 IIc. Der Druck erfolgte auf 10×10 Bogen, wobei die obere Hälfte mit dem Ergänzungswert +16 und die untere mit +18 bedruckt wurden.
Ausgabe: März-April 1992 mit "Санкт-Петербург +200 oder +500" sowie "Санкт-Петербург +353 oder 450" alle auf MiNr. 6025, Druck ebenfalls auf geteilten 10×10 Bogen.
Ausgabe: März 1992 mit "Лен. Обл + 16" und "Лен. Обл + 18" auf MiNr. 6178cw. Druck analog den anderen Ausgaben.
Achtung es gibt viele Fälschungen! Siehe auch (Lit.10-12)

Terneji u. Ternejisker Bezirk (Primorsker Land), (Терней и Тернейский р-н (приморский край))
1993-94, handschriftliche Korrektur der Nominale im Verhältnis 100:1 z.B. 2 Rubel auf MiNr. 4629, 8 Rubel auf MiNr.6025 oder 6026. Gültig nur mit Abstempelungen aus diesem Gebiet der Jahre 1993-94.

Tobolsk, (Тоболск)
21. Mai bis Herbst 1993, Ausgabe des Postamtes Tobolsk. Diagonaler Aufdruck des Textes "ТБЛ - …руб." 1 R. auf MiNr. 4629w, 2 R. auf 6177Bw, 2R. auf 6177Bw senkrecht von unten nach oben, 3 R. auf 6177Bw, 3 R. auf 6026w, 5 R. auf 6025w und 10 R. auf 6026w. Die Werte entsprechen kaum den tatsächlichen Tarifen, sie tragen überwiegend kommerziellen Charakter und wurde für philatelistische Zwecke genutzt.

Ust-Udinski Bezirk (Irkutsker Gebiet), (Чст-Удинскй р-н (Иркутская обл.))
1994, handschriftliche Erhöhungen russischer Marken im Verhältnis 10:1 durch Hinzufügung einer "0" bei 1, 3, 4 und 6 Rubel. Gültig nur mit Abstempelungen aus diesem Gebiet vom Jahr 1994.

Einzureihen in diese Gruppe sie auch Sendungen aus:
Utschali (Baschkirien) (Учалы) (Башкортостан),
Tschernogolowka (Moskauer Gebiet) (Черноголобка (Московская област)) und
Tschetschnja (Gudermes) (Чечня (Гудермес))
Außer ihrer Existenz sind z. z. keine weiteren Einzelheiten bekannt.

Soweit zu den von Obuchow zugeordneten postalischen Ausgaben. Es ist davon auszugehen, dass Wertzeichen aus dieser Gruppe in Ausstellungsexponate aufgenommen werden können. Im weitern folgt ein kleiner Ausschnitt aus den Unmengen entstandener und teilweise in Umlauf gebrachten
Fälschungen.


Sie führen zu Schäden bei der Post, aber insbesondere zu Schäden bei den Sammlern. Zur besseren Übersicht unterteilt Obuchow (Lit. 4) in drei Sektionen. Die erste Sektion behandelt Marken mit Aufdrucken gebietsbezogener Art, die in der Regel neben der neuen Nominale Hinweise auf das Gebiet der Herausgabe besitzen, aber keinen postalischen Ursprung haben. Die Aufdrucke erfolgten als Viererblock, wobei oftmals die vierte Marke aus einem Zierfeld bestand, als Doppel- oder Einzelstück, aber auch Streifen sind bekannt. Bestimmte Gruppenbildungen sind zu erkennen. In eine Gruppe wurden z.B. die nördlichen und östlichen Inseln zusammengefasst.
Abb. 13/1
Als Beispiel seien hier in Abb.13/1 zwei Viererblocks der Kurilen dargestellt, die jeweils aus drei Aufdrucken mit unterschiedlichen Wertangaben und einem Zierfeld bestehen. In der rechten Marke ist als Beispiel die Insel Paramuschir gewählt. Ob der Druck, wie im Markenrand angegeben, tatsächlich in St. Peterburg erfolgte ist nicht nachgewiesen. Aufdrucke sind in schwarzer, blauer, grüner und brauner Farbe bekannt.
Abb. 13/2

Eine andere Gruppe bilden Marken mit dem Aufdruck "ПОЧТА Postage". Auf eine Fälschung weisen hier im Beispiel Abb. 13/2 mehrere Merkmale hin, und zwar "ПОЧТА Postage", Aufdruck über 2 Marken, zusätzliche Symbole (Flugzeug, Eisbären), undefinierte Währung bei der Nominale, es gibt keine "Dikson-Post" und der original verschlossene Umschlag ist ohne Inhalt. Eine weitere Gruppe sind Aufdrucke mit dem Wort "Республика". Marken der Russischen Föderation haben als Staatsbezeichnung "РОССИЯ ROSSIJA" ohne den Begriff Republik. Als Beispiel wurde die jüdische Republik Birobidshan ausgewählt (Abb. 14).
Abb. 14
Abb. 14a

In Abb. 14a ist der Aufdruck in seiner normalen Größe deutlich lesbar abgebildet. Die waagerechten Paare zeigen den Aufdruck über zwei Marken und nur der Wert auf MiNr. 4637 hat den Aufdruck auf einem Markenbild.
An dieser Stelle sei noch einmal darauf hingewiesen, dass postalisch herausgegebene Wertzeichen stets den gesamten Aufdruck auf einem Markenbild haben. Anstelle der Menohra sind auch Tanzgruppen bekannt.
Sehr wahrscheinlich ist, der Druck entstand nicht in der jüdischen Republik der Russischen Föderation. Genauso unbekannt, wie in den meisten anderen Ausgaben, ist der Auftraggeber, Produzent und wer die Marken vermarktet. Offen ist auch, erfolgte der Druck auf Originalmarken oder wurden auch diese gefälscht.
Abb. 15

Der in Abb. 15 dargestellte Briefausschnitt ist eindeutig philatelistisches Machwerk. Das Porto zu diesem Zeitpunkt betrug für einen normalen Brief 50 Rubel. Frankiert ist er mit 45,15 Rub. und den 2 Phantasiemarken der "Wolgadeutschen" mit Werten zu 50 und 100 Kop. oder Rub. Ob der Ankunftsstempel von Moskau echt ist, muss bezweifelt werden. Zumal normale Briefe keine Ankunftsstempel tragen.
Abb. 16

Noch kurioser verhält es sich bei dem Brief der Abb. 16. Hier betrug das Porto am 14.6.94 in Russland für Einschreiben 75,00 Rub., frankiert ist er mit 270 Rub. Der Absender kommt aber aus Kasachstan. Frankiert hat er mit Marken der "Post Russlands, Republik Erz-Altai". Eine Republik "Рудный Алтай" ("Erz-Altai") hat es nie gegeben.
Die verwendeten Tagesstempel müssen genau so angezweifelt werden, denn 1994 waren Stempel mit Inschrift "CCCP" aus dem Verkehr gezogen. In beiden Fällen liegt nahe, dass sich Stempel in Privatbesitz befanden und damit zum Schaden der Philatelisten gefälschte Sendungen produziert wurden.

Abb. 17 zeigt einen weiteren Brief dieser Art. Es sei nur darauf hingewiesen, dass der Absender der Tomsker Philatelistenverband ist und er den Stempel für Nachgebühr trägt.
Abb. 17


Der zweiten Sektion sind sogenannte stumme Marken zuzuordnen, die in ihrem Aufdruck keinen Bezug auf einen Namen haben. Zur ersten Gruppe zählen Aufdrucke, die nur mit Ziffern versehen sind.
Abb. 18/1
Abb. 18/2
Abb. 18/1 zeigt eine Aufdruckmarke aus Tomsk mit durchbalktem alten Wert und neuer Wertangabe und Abb. 18/2 hat nur den neuen Wertaufdruck. Sie stammt aus Muron.
Abb. 19


Abb. 19 zeigt ebenfalls eine eindeutige Mache. Am 10.4.97 betrug das Porto für Einschreiben 75,00 Rubel. Frankiert ist der Brief aber nur mit 2,13 Rubel. Als Attraktion wurde ein Kehrdruck benutzt, der Ankunftsstempel fehlt.

Der zweiten Gruppe diese Sektion werden Aufdrucke mit neuer Nominale plus verschiedenartige Abbildungen zugeordnet. Diese Art findet sich insbesondere in anderen Republiken der GUS. Als Beispiel der RF sei in Abbildung 20 ein Pärchen aus Naltschik aufgeführt.
Abb. 20
Abb. 21
Zu dieser Gruppe gehören auch die vielfältigen Dreizacke der Ukraine. In die dritte Gruppe wurden Aufdrucke mit neuer Nominale plus Vignette aufgenommen. Als Beispiel sei hier die Vignette zum 100. Geburtstag Chruschtschows auf der MiNr.4629 angeführt (Abbildung 21).

Die dritte Sektion umfasst die Phantasieausgaben. Hierzu sind einige allgemeine Bemerkungen erforderlich. Die auf den Marken angegebenen Orte stimmen in der Regel nicht mit den Herstellungsorten überein und die Produzenten sind meistens nicht zu ermitteln. Auch die Einheit der aufgedruckten Nominale ist oft unbekannt. Die Mehrzahl der Marken wurden in Kleinbogen gedruckt und ab Mitte der 90er bis Anfang der 2000er Jahre auf den Markt gebracht. Alle Phantasieausgaben tragen spekulativen Charakter und sind durch den Stil ihrer Ausführungen und propagandistischen Inhalts leicht erkennbar. Die gewählten Territorien sind überwiegend postalisch keine eigenständigen Gebiete. Aus der Vielzahl der erschienenen Ausgaben wurden zwei ausgewählt.
Abb. 22


Abb. 22 zeigt (verkleinert) einen Kleinbogen mit Flugzeugen, ausgegeben angeblich in Dagestan. Unter Dagestan, bzw. Republik Dagestan, wurden eine Großzahl von Phantasiemarken auf den Markt gebracht. Es könnte sich um etwa 100 Serien handeln.
Abb. 23a zeigt den Tschetschenischen Präsidenten Dshochar Dudaew. Der Brief trägt die geschnittene Marke und ist mit 30 Rubel überfrankiert (lt. Tabelle 20 Rubel erforderlich), hat zwei Wellenankunftsstempel von St.-Peterburg vom 29.11.93 und könnte mit den 20 Rubeln Normalfrankatur echt gelaufen sein. Auf Abb. 23b ist die ganze Serie gezähnt zu sehen.
Abb. 23a


Abb. 23b


Die hier dargestellten Fälschungen sind nur eine kleine Auswahl aus der von Obuchow in seinem Teil 2 (Lit. 5) zusammengetragenen, wobei auch er immer wieder betont, dass die Darstellung nicht vollständig ist.

Ergänzung


Oben sind die postalischen Tarife der Russischen Föderation bis 1997 und einige Gegebenheiten vor Ort dargestellt. Neue Veröffentlichungen in der russischen Literatur lassen eine Ergänzung hierzu für zweckmäßig erscheinen.

Zunächst ist die Tabelle für postalischen Gebühren der RF für den Standardbrief (bis 20g) zu erweitern:
Nr. des Tarifs Datum Brief einfach
XV01.02.19991 R. 20 K
XVI10.10.19991 R. 25 K
XVII20.01.20001 R. 75 K
XVIII01.11.20002 R. -- K
XIX01.04.20012 R. 20 K
XX10.11.20012 R. 85 K
XXI15.05.20023 R. 25 K
XXII01.12.20023 R. 70 K
XXIII10.06.20034 R. 25 K
XXIV15.05.20054 R. 70 K
Neben den hier aufgeführten Gebühren für die Russische Föderation wurden im Oktober 1993 den regionalen Verwaltungen die Einführung lokaler Tarife erlaubt. Diese Reglung galt insbesondere für entfernte, dünnbesiedelte Gebiete und wurde als erstes in Jakutien und in der Region Chabarowsk eingeführt. Die Gebühr war vom Ort des Absenders abhängig. So musste ein Postkunde aus Jakutsk für einen Brief nach Moskau wesentlich mehr bezahlen als sein Partner zu ihm.
Diese Reglung wurde mit dem 01.10.2005 im wesentlichen aufgehoben. Nach diesem Datum sind nur noch Einzelfälle bekannt geworden. Vom Dezember 2000 bis Juni 2006 war innerhalb Tatarstan ein geminderter Tarif in Kraft.
Alle möglichen Varianten von Lokaltarifen hier aufzuführen würde den Rahmen dieses Übersichtsartikel sprengen. Um eine gewisse Vorstellung zu geben, werden nachfolgend die Lokaltarife für einen einfachen Brief in der XVII. Tarifnummer (Januar bis Dezember 2000) gegenüber gestellt.
Territorium Gebühr Brief 20 g (in Rubel)
Russische Föderation1,75
Wologdaer Gebiet Wologda1,90
Tscherepowez2,00
Irkutsker Gebiet2,28 (Realisierung mit Frankatiermaschine)
Karelien2,10
Permer Gebiet1,90
Udmurtien1,90
Archangelsker Gebiet3,50
Krasnojarsker Gebiet2,30
Kreise Jenisei u. Motygin2,30
Chakasi2,30
Autonomisches Jüdisches Gebiet2,45
Region Xabarowsk *)
- Kreise: Xabarowsk, Bikin, Wjasemsk, Laso u. Nanaisk2,30
- Restliche Kreise2,60
*) die genaue Zuordnung erfolgte anhand der Postleitzahlen.

Die Zeitpunkte der Einführung stimmten in der Regel mit denen der Veränderungen in der Föderation überein. Die werte in den anderen Tarifnummern änderten sich proportional den hier angegebenen. Wie aus der Übersicht erkennbar, betrug der Aufschlag auf die allgemeinen nationalen Gebühren bis zu 100% (Archangelsk). Abschließend sei noch bemerkt, die portogerechte Frankatur aus abgelegenen Gebieten für Ausstellungsobjekt festzustellen ist in vielen Fällen äußerst schwierig und teilweise sogar unmöglich. Die angeführte Literatur soll hierzu eine Hilfestellung geben.

Dieser Artikel soll Anstoß geben, sich mehr mit diesem philatelistisch sehr interessanten Zeitraum zu beschäftigen und vielleicht den Schwaneberger Verlag zu bewegen, die eine oder andere Ausgabe in seinen Katalog aufzunehmen.
Es ist mir ein Bedürfnis den Sammlerfreunden K. Buschner, W. Henze, Dr. W. Hiller, R. Rosenthal, Dr. Unger und der Firma Ruppel für die Bereitstellung von Belegen zu danken.



Literaturangaben:
(1) Michelkataloge EK3 (2002/03), EK7 (2009) und ÜK 9 (2006)
(2) Michel Sowjetunion-Spezialkatalog 2007
(3) Евгений Обухов - МЕСТНЫЕ ВЫПУСКИ РОССИЙСКОЙ ФЕДЕРАЦИЙ, СТРАН СНГ И ПРИБАЛТИКИ. 1991-1995гг. Том 1. (Lokalausgaben der Russischen Föderation, der GUS und des Baltikums. 1991-1995, Teil 1), Anlage zur Zeitschrift "Филателия" Heft 7, 2007.
(4) Евгений Обухов - МЕСТНЫЕ ВЫПУСКИ РОССИЙСКОЙ ФЕДЕРАЦИЙ, СТРАН СНГ И ПРИБАЛТИКИ. 1991-1995гг. Фалсификаты и фантастdка 1988-2007гг. Том 2. (Lokalausgaben der Russischen Föderation, der GUS und des Baltikums. 1991-1995, Fälschungen und Phantasieprodukte 1988-2007, Teil 2) Anlage zur Zeitschrift "Филателия" Heft 10, 2008.
(5) Евгений Обухов - "А Марки-то почтовые...?" (Marken, sind das postalische…?) Филателия, Heft 9, 1995, S.14
(6) В. Прит⟇а - Истинное лицо "местных выпусков" (die wahre Seite der "Lokalausgaben"), Филателия, Heft 9, 1995, S.12-13.
(7) Э. Айзенберг - Оборна Нижневартовка, (Die Verteidigung von Nishnewatorsk), Филателия, Heft 3, 1997, S.46.
(8) В. Фроленский, П. Фроленский, А. Сербрянков, Ю. Сербрянков - "Провизорий Орловслой области" (Provisorien des Orjol-Gebietes), Филателия, Heft 9/1997, S. 11-15.
(9) Е. О. - "Псковские Провизорий", (Provisorien von Pskow), Филателия, Heft 2, 1994, S. 3-4.
(10) Е Обухов, - "Репортаж номера", (Reportage zum Leserbrief von A. Bukler), Филателия, Heft 10, 1992, S. 16-19.
(11) В. Алойц - "Особенноv89ти провизориев "ЛЕН. ОБЛ", (Besonderheiten der Provisorien des Leningrader Gebiets), Филателия, Heft 1, 1996, S. 4
(12) В. Алойц - "Особенноv89ти провизориев "Санкт Петербург", (Besonderheiten der Provisorien von St. Peterburg), Филателия, Heft 1, 1997, S. 56.
(aus Ergänzung)
(13) A. Serebrjakow, Ju. Serebrjakow - "Местные тарифы России (1993-2005??)" (Lokaltarife Russlands 1993-2005), почтовые цельные вещии и почтовая история, Альманах N° 7 und 8, S. 218-223 bzw. 186-192.
(14) A. Serebrjakow, Ju. Serebrjakow - "Провизорий Хабаровского края (1993-1997гг)" (Provisorien der Region Xabarowsk), Kollekzioner Nr. 45, Moskau 2009, S. 248-266.